Wir haben uns im Dezember 1999
eine Reise mit dem Zug über den
Bernina-Pass gegönnt...

wir möchten Euch mit drei vier Bildern zeigen, wie es uns gefallen hat...

 
Station "Ospizio Bernina" (2400m/M) - bei einem eisigen Wind, wer halbwegs seine Sinne beieinander hatte, setzte sich zum Wirt in die Stube oder war gar nicht hier oben: - Was man nun auch über den Fotografen denken mag...

Der Largo Bianco (rechts neben den Gleisen) ist zugefroren und Schneebedeckt - Um diese Zeit ist Tourismus noch kein Stichwort - außer uns zwei Verrückten...
[Blickrichtung: von Norden nach Süden]

 
 
Leider blieb uns an diesem wunderschönen Tag die Graupensuppe auf "Alp Grüm" verwehrt - noch war keine Saison und darum alles - wirklich alles dicht. also stapften wir durch unberührten Schnee, konnten Gemsen sehen und Bergdolen und anderes Getier, das sonst einen anderen Raum (ohne Menschen) vorzieht.
Der Zug ist auf der Fahrt nach Süden (Tirano) und fährt in den 100° Kurve nach "unten" ein

 
Wer noch nie auf Alp Grüm war, ahnt gar nicht, was für ein viel fältiges Schauspiel sich dort auftut - und wenn es "nur" dieser Blick nach unten ist, zur Station "Cavalia" der Zug benötigt zwanzig Minuten von Alp Grüm bis dort (in der Generichtung ist es auch nicht schneller) Und wenn man dann da unten die Menschen sich wie Mini-Modellfiguren sich bewegen sieht und die Züge (Zugkreuzungen sind dort durchgehend vorgesehen!) dann liegt der Gedanke an eine Traumwelt näher, als an eine erlebte Wirklichkeit.

Auf dem Ausschnitt dieses Fotos (EXTRA-SEITE - Achtung! lange Ladezeit, wegen hochaufgelöstem Bild - 260kB)) ist der winzige Zug sogar besser auszumachen)

 
Den Lago Poschiavo [pos'kiawo] umrundet der Zug zur Hälfte und hier von der kleinen Kreuzungsstation MIRALAGO gibt es einen rätselhaften Blick hinauf zu der Gegend wo eogentlich die Station ALP GRÜM liegen müsste - aber wo nun eigentlich wirklich? - Die Bahnlinie folgt hier am See der alten Berninastraße, die erst vor wenigen Jahren auf eine neue Trasse gelegt wurde - was müssen das für überraschende Momente beim Begegnen von Zug und Auto gewesen sein - man kann es ahnen bei der Fahrt zwischen Le Prese und Poschiavo... und auch noch einmal kurz in Tirano - dort wird dann aus der Fernbahn locker eine Straßenbahn!

und in Tirano
diese drei Foto-Momente...
 
Die Staatsbahn gibt sich die Ehre - bitte nicht Typenbezeichnungen fragen, denn das ist für uns sowas von uninteressant...

 
Aber einen Tipp geben wir gerne weiter: ist die Schweiz für das Übernachten bei solch einer Tour irgendwie zu teuer, dann können wir auf Tirano verweisen, denn hier endet die Berninabahn und beginnt die Staatsbahn, von hier geht es mit einer guten Buslinie nach Bormio (Skigebiet) - und: diese Staatsbanlinie ist die Strecke Tirano -.Sondrio - Monza - Mailand

 
Eine Überraschung ist, wenn man so nicht damit gerechnet hat - wie mit diesem alten Teil, das genau zwischen FS-Güterabfertigung und RhB-Bahnsteiggleis steht - zur Geschichte, Herkunft "und so" kann hier nichts gesagt werden - aus Unkenntnis! - rechts blinkt ein moderner RhB-Wagen durch!

 
auch der irgendwie unpassend dazu gestellte Wagen kann nicht darüber hinweg täuschen, dass hier entweder eine Sichtbremse zwischen FS und RhB organisiert wurde oder ein halbherzige Denkmalspflege betrieben wird. Das Gebäude hinter diesem Denkmalszug ist das Bahnhofsgebäude der RhB mit Zoll+Pass-Abfertigung der Italiener und manchmal nehmen die das unfreundlich genau - auch wo nicht zu kontrollieren ist, nämlich nur der Personalausweis - einfach so! - es war eben nichts los und wir die einzigen Touristen in Räuberzivil!

was kaum einer wissen dürfte: Rein theorethisch könnten die Italiener die Grenze zur Schweiz auf der Schienenstrecke mit einem Schwingtor verschließen, es steht noch immer da - wenn auch der restliche Zaun links und rechts wegführend fehlt und nur noch die Pfosten erkennbar sind.