IN ERINNERUNG AN DEN
im Sommer 2012 aufgegebenen

Kirchenladen-Eldagsen.de

 

Wie entstand der Kirchenladen Eldagsen?

Der KIRCHENLADEN ELDAGSEN war...

...das Nebenergebnis einer Raumsuche für den Mitarbeiter in der Kirchenregion Eldagsen - Alferde - Adensen - Holtensen. Ein Arbeitsraum sollte gefunden werden und gefunden wurde ein leerstehender Laden an der Hauptstraße Eldagsens, zuletzt ein "BLÜMCHEN-Laden"...
Spontanes Wort des Erstaunens: "dann ist es jetzt ein Kirchenladen!"
Dann knapp drei Monate beinahe ohne jedes Möbel einen Raum erkunden, das Umfeld, die Menschen am Fenster beobachten und erkennen: Diese Menschen müssen eingeladen werden, in einen Laden, der für sie so oft wie irgend möglich geöffnet hat

    • zum Ausruhen,
    • zum Abstellen der schweren Einkaufstaschen
    • zum Klönen und Schnacken
    • zum Informieren und Beraten
    • zum Schweigen und Zuhören
    • zum Weinen und Lachen.
  • Immer sollte eine Tasse Kaffee oder ein Tasse Früchtetee angeboten werden können, und es musste "Türöffner" geben, die der Schwellenangst entgegentreten können.
    Und dann war er fertig, der "Kirchenladen" - nichts als ein Raum mit einem großen Schaufenster an der Langen Straße, mit einem variablen Tischkreis, ausreichend vielen ausrangierten Stühlen aus der Kirche und einer Regalwand;
    dazu möglichst vier Tage in der Woche Betrieb
  • Der Kirchenladen war  eine "Einrichtung" im Bereich der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St.-Alexandri und richtet seine Angebote an alle Menschen, die davon erfuhren und die davon Gebrauch machen mochten. Die persönliche Konfessionszugehörigkeit der Gäste wird nicht abgefragt.
     
  • Den "Kirchenladen Eldagsen" befand sich in Eldagsen, einem Ortsteil der Stadt Springe - an der Hauptstraße. Im Kirchenladen gab es nichts zu kaufen, doch  es wurde vieles angeboten - Und alle Angebote kostet nichts als den eigenen persönlichen Einsatz.

Wie entwickelte sich der Kirchenladen Eldagsen?

  • Der Kirchenladen Eldagsen hatte sich in Eldagsen und in der Region Springe (und bei der Telekom AG) eingerichtet. Bücher (aus alten Beständen) konnten abgeben werden, die Menschen schauten "auch mal so" herein - bestimmte "Angebote" im Kalender hatten sich entweder erledigt (Schularbeiternhilfe) oder sind einfach "eingeschlafen" worden (Computer für Senioren). Und andere hatten sich einfach so sehr etabliert, dass sie schon bald eine Institution wurden (Frühstück & Gespräch)
  • Im Blick auf die Größe des Ortes Eldagsen hatte solch ein Kirchenladen als selbständige Einrichtug (im Vergleich mit ähnlichen Einrichtungen größerer Städte) bis seinem Ende keine wirkliche Notwendigkeit. ABER...
  • Es zeigte sich, dass Kirche viel näher bei den Menschen im Alltag sein muss und wenn es irgend möglich ist, sollte die Tür zur "Kirche" immer offen sein, keine hinderliche Läuteanlage, keine weit voraus terminierten Verabredungen.
  • Das jährliche Angebot "FerienSpass" in den Sommerferien erlebte eine enorme Resonans über den Raum Springe hinausgehend und tat damit ein übriges, selbst in der eher ruhigen Zeit des Jahres, den Kirchenladen Eldagsen auf verschiedenen Wegen ins Gespräch zu bringen - und damit Kirche!.
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    Sonderfall Telekom AG

    • Im Telefonbuch wurde damals aufgrund einer zunächst unüberlegten Entscheidung eingetragen "Diakon - 1006" - warum die Telekom bei der Bearbeitung dieses Eintrages lediglich die Rubrik "Kirchen - Evangelisch" als übergeordnete Rubrik auswählte, bleibt deren Geheimnis. So aber kommt es nun nahezu pro Tag einmal vor, dass die "Auskunft" Ortsunkundige, die genau das richtige Ziel benennen können, auf die Rufnummer des Kirchenladens leitete... sei es eine der Kirchengemeinden oder sei es das "Freizeitheim", oder was auch immer. Auf diese Art und Weise kam der Kirchenladen Eldagsen zusätzlich ins Gespräch und das Amt des Diakon genauso.

    AUFGABE des
    Kirchenladens...

    Im Blick auf den Raum:

    1. Arbeitsraum sein
    2. für Begegnungen zur Verfügung stehen
    3. genutzt werden
    4. dabei auf Ruhe und Besinnung Wert legen

    ZIELE des Kirchenladens...
    (kein Leitbild)

    1. Offen sein
    2. dem Menschen helfen, der um Hilfe bittet
    3. Vertrauen / Glauben ermöglichen und vertreten
    4. ökumenischer Austausch und Kontaktpflege

     

     

    Der ABSCHLUSS im Jahr 2012 war langfristig geplant.
     

      Die eigene Lebensplanung sah schon frühzeitig vor (seit ca 2000), dass mit Ablauf des Jahres 2012 der Ruhestand als Diakon beginnen sollte. Eine Reihe "gesundheitlicher Umstände" gaben den Grund dafür. Dass diese Umstände sich seit 2011 sogar noch verstärkten und häuften, war nicht abzusehen, machten aber den alten Entschluss noch leichter in der Umsetzung.