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Fräulein Frieda bekommt Post
von ihrem stillen ergebenen Verehrter Robert...

...es ist eine Postkarte aus Bautzen - "Freundliche Grüße aus unserem Kasten sendet Ihnen und unbek. W. den werten Ihren Ihr ergebener Robert Ringel" mehr ließ die Postordnung damals nicht zu, denn da wo die Adresse steht, darf keine persönliche Nachricht zu lesen sein.

ABER...

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...aber ihr ergebener Robert gehörte zu den Einfallsreichen: er kaufte zwei Briefmarken (das war damals eher ungehörig) passte den Raum ab, den sie bedecken würden und in diesen Raum setzte er seine wesentlich weitergehende Mitteilung an Fräulein Frieda

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Friedas-RestText

..."Würde mich freuen, mal ein Br. zu erhalten..."

"Würde mich freuen, mal einen Br. zu erhalten, da doch herzlich wenig unter die Marken geht. Bin ich wirklich so gefährlich, daß Sie eine Anstands(?geste?) für nötig halten? Wir können uns doch zu zweien viel besser aussprechen, meinen Sie nicht? Ihre letzte K. hat mir sehr gut gefallen. [...] daß es so etwas im Br. gibt. Hoffentlich schreiben Sie recht bald, [...] bitte [...] [...] herzlichste Grüße Ihr Robert"
 

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nur_ein_Tag

Fräulein Frieda auch Post aus Hannover von Rosa Wolf. Diese Postkarte sollte mitteilen, dass es Rosa leid tut, weil sie nun doch nicht kommen kann, sondern 14 Tage in Hannover bei ihrem Bruder weilen wird. Das war im Oktober 1900. Heute dürfte Rosa Wolf solch eine Nachricht nicht einfach der Post überantworten. Denn ob eine "Postkarte" den Weg von Hannver (22.10.00 / 5-6N) innerhalb so kurzer Zeit nach Beiersdorf (23.10.00 / 10-11?) schaffen könnte? Wenn schon eine Brief von Springe-Eldagsen nach Springe-Alferde (3km) in Wiederholungsfällen bis zu fünf Tage Zeit erfordert... - dafür kostet es heute auch mehr...

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5 Pfennige im Jahr 1900, wie lange musste dafür gearbeitet werden - 100 Pfennige (51Cent) im Jahr 2002 und wie lange heute? -- was kostete damals ein Brötchen, ein Ei, und heute