Gebet zu: Jakobus 1,17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis |
Danke
Danke, Herr, Danke!
Dank
für alle Geschenke, die Du mir heute angeboten hast
Dank für alles, was ich gesehen, gehört und empfangen
habe.
Dank
für das Wasser, das mich wachgemacht hat, für die Seife, die so gut riecht, für
die erfrischende Zahnpasta.
Dank für die Kleider, die mich bedecken, für ihre Farbe
und für ihren Schnitt.
Dank für die prompt zugestellte Zeitung, für die
spannenden Geschichten darin, für den lächelnden Morgen, für die ernsten
Konferenzen, die fortgesetzt werden, für die mir erwiesene Gerechtigkeit und
für das gewonnene Fußballspiel.
Dank für die Müllabfuhrwagen und die Männer, die ihn begleiten, für ihren morgendlichen Rufe und die Geräusche der erwachenden Straße.
Dank für meine Arbeit, mein Werkzeug, meine Kräfte.
Dank für das Metall in meinen Händen, für seine langgezogene Klage, wenn sich der Stahl hineinfrisst, für den zufriedenen Blick des Werkmeisters und den Wagen mit den fertigen Stücken.
Dank für Jakob, der mir seine Feile geliehen hat, für Fritz, der mir eine Zigarette geschenkt hat, für Karl, der mir die Tür aufgehalten hat.
Dank für die freundliche Straße, die mich trug, für die Schaufenster der Geschäfte, für die Wagen, für die Fußgänger, für das Leben, das so rasch dahinfloss zwischen den Durchbrochenen Mauern der Häuser.
Dank für die Nahrung, die mich gestärkt, für das Glas Bier, das vorhin meinen Durst gestillt hat.
Dank für das Motorrad, das mich fügsam dorthin geführt hat, wohin ich wollte, für das Benzin, das es in Gang gebracht hat, für den Wind, der mir das Angesicht gestreichelt hat, und für die Blumen, die mich am Wege gegrüßt haben.
Dank für Mädchen, denen ich begegnet bin, für das Rouge auf ihren Lippen von Marie-Therese, sie hat die Farbe klug gewählt, für die Dauerwelle von Monika, die ihr so gut zu Gesicht steht, für die Grimasse von Anne-Marie und ihr befreiendes Lachen.
Dank für den Buben, dem ich zusah, wie er auf dem Gehsteig gegenüber spielte.
Dank für seine Rollschuhe und für das drollige Gesicht, das er macht, als hinfiel.
Dank
für jeden "Guten Tag", den mir einer gewünscht hat,
für jeden Händedruck, den ich gegeben habe,
für jedes Lächeln, das mir geschenkt wurde-
Dank für die Mutter, die mich zu Hause empfängt, für ihre selbstlose Liebe, für ihre stille Gegenwart.
Dank für das Dach, das mich beschützt, für das Licht, das mir leuchtet, für die Melodie aus dem Radio.
Dank für die Nachrichten, für Josef Schlenger und Robert Becker.
Dank für den Blumenstrauß, das kleine Meisterstück auf meinem Tisch.
Dank für die friedliche Nacht.
Dank für die Sterne.
Dank für das Schweigen.
Dank für die Zeit, die Du mir geschenkt hast.
Dank für das Leben.
Dank für die Gnade.
Dank für das Dasein, Herr.
Dank, dass Du mich hörst, dass Du mich ernst nimmst, dass Du mit Deinen Händen in Empfang nimmst die Garbe meiner Geschenke, um sie Deinem Vater darzubringen.
Dank, Herr.
Danke!